Das Paradies, der Geschmack und die Vernunft: Eine Geschichte der Genußmittel

Das Paradies der Geschmack und die Vernunft Eine Geschichte der Genu mittel Jede Gesellschaft hat die Genu und Rauschmittel die sie verdient die sie braucht und die sie vertr gt Als der K nig von Schottland im Jahre K nig Richard I von England einen Besuch abstattete

  • Title: Das Paradies, der Geschmack und die Vernunft: Eine Geschichte der Genußmittel
  • Author: Wolfgang Schivelbusch
  • ISBN: 3596244137
  • Page: 365
  • Format:
  • Jede Gesellschaft hat die Genu und Rauschmittel, die sie verdient, die sie braucht und die sie vertr gt Als der K nig von Schottland im Jahre 1194 K nig Richard I von England einen Besuch abstattete, erhielt er neben anderen Beweisen der Gastfreundschaft die t gliche Zuteilung von zwei Pfund Pfeffer und vier Pfund Zimt Diese f r unseren Geschmack ungew hnliche Gabe war im christlichen Mittelalter alles andere als ungew hnlich Pfeffer wurde nicht nur als Gew rz verwendet, sondern war Statussymbol und ersetzte h ufig sogar das Geld als Zahlungsmittel Der Geschmack begann sich zu sensibilisieren Orientalische Luxuswaren begannen, die grobe Ritterkultur zu ver ndern, und wurden, nach der Entdeckung des Seewegs nach Indien, zum entscheidenden Faktor der europ ischen Wirtschaft Wie kommt es, da in Europa zu bestimmten Zeiten ganz neuartige Genu stoffe erscheinen Sind Kaffee, Tee oder Tabak reiner Zufall kolonialer Entdeckung oder befriedigen sie neue Genu bed rfnisse, die es vorher nicht gab und wie lassen sich diese neuartigen Bed rfnisse beschreiben In Deutschland, das keine Kolonien hatte, mu te man Kaffee einf hren, was zu einer heftigen Kampagne gegen dieses un deutsche Getr nk f hrte Als die Kaffee Sucht sich auch durch Anpreisung von Bier und Wein nicht d mpfen lie , fand man Ersatz in Zichorienkaffee, der neben dem echten Bohnenkaffee noch in diesem Jahrhundert getrunken wurde Zum Kaffee geh rt der Tabak, der in der Vorstellung des 17 Jahrhunderts getrunken wurde Erst sp ter wird die Pfeife gestopft, dann als Zigarre genossen, und erst in unserer beschleunigenden Zeit in Form von Zigaretten Eine analoge Beschleunigung ist auch bei den alkoholischen Getr nken zu beobachten die Entwicklung des Tresens war unumg nglich, um w hrend der Industrialisierung die schnellen Kipper von harten Getr nken zu befriedigen.

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      365 Wolfgang Schivelbusch
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      Posted by:Wolfgang Schivelbusch
      Published :2019-09-18T11:41:51+00:00

    About " Wolfgang Schivelbusch "

  • Wolfgang Schivelbusch

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  • 300 Comments

  • Viele olle Kamellen für den halbwegs gebildeten Mitteleuropäer. Man liest nichts wirklich Spannendes und wird in keiner weise überrascht. Das hätte man auch etwas frischer heruntererzählen können. Abzuraten!


  • Das Buch ist von 1980 (!) und damit bahnbrechend gewesen (das relativiert auch die kleinliche Kritik einiger Rezensenten hier). Und es liest sich sehr angenehm. Auch wenn es sich in Details da und dort irren mag, so zeigt es doch eines: auch unsere Genußmittel sind kulturell vermittelt.Wie auch bei der  setzt das Bürgertum hier oftmals Trends für die breite Masse der Lohnabhängigen. Aber beim Proletarier muss eben alles schneller gehen: der schnelle Rausch am Tresen ist das Ziel und auch b [...]


  • Wer sich schon immer gedacht hat, daß Geschichte nicht darin bestehen kann, eine Abfolge von Ereignissen der Mächtigen zu sein, so wie diese sich gerne darstellen, der ist bei Schivelbuschs Kulturgeschichte richtig.Schivelbusch beschreibt in diesem Buch detailfreudig und unterhaltsam eine Geschichte der Genußmittel und damit auch eine Geschichte der Menschen, die sie genießen. Im Zentrum des Interesses stehen nicht die großen geschichtlichen Ereignisse und ihre Protagonisten, sondern eine E [...]


  • Schivelbuschs Buch ist alles andere als eine fundierte Arbeit über die Diffusion der Genussmittel in der europäischen Gesellschaft. Bereits methodisch ist Schivelbusch aufs Schärfste zu kritisieren. Anekdoten werden dargestellt, als würden diese als Indikator für den Wandel in der Mentalität und Kultur der Gesellschaft zu verstehen sein. Sekundärliteratur ist in Anbetracht dieses umfassenden Themenkomplexes nur spärlich verarbeitet worden, und so ist es nicht verwunderlich, dass der Auto [...]


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